Samstag, 11. Oktober 2025

Du sollst nicht lügen – Der letzte Rabbi-Krimi von Bergmann BUCH !



Der erfolgreiche Autor, Producer und Regisseur Michel Bergmann hat bereits drei Krimis mit dem Rabbi Silberbaum und seinem Kommissar und Freund Berking veröffentlicht.  Sie allen spielen in der Metropole Frankfurt mit seinem internationalen, aber auch zwielichtem Flair im Umfeld der jüdischen Gemeinde und reihen sich damit in die Rabbi-Reihe ein. Völlig überraschend ist der Autor im Sommer 2025 verstorben und sein letzter Krimi wurde posthum veröffentlicht.


Inhalt



Ein Brandanschlag verwüstet das jüdische Speiselokal „Shuk“, das getreue Leser bereits kennen.  Dabei kommt auch der Küchenhelfer Patrice Sankara ums Leben, er hat noch aufgeräumt.  Der bekannte Penner und Neonazi ist der erste Verdacht, doch er hat ein Alibi. Nun rückt Patrice in den Verdacht. Er stammt aus Burkina Faso und war anerkannter Flüchtling. Doch der Rabbi kann ihn sich nicht als Täter vorstellen, er war die gute Seele des Lokals und hochanerkannt. Allerdings immer noch politisch engagiert, er musste fliehen, weil er in Burkina Faso die Regierung kritisierte. Rabbi unterstützt den Kommissar bei seinen Ermittlungen und lässt dafür sogar seine Freundin Zoe sitzen, die extra aus New York angereist kam. Es gibt noch andere Hilfe. Die Schwester von Patrice meldet sich. Sie ist in Burkina Faso als Polizistin tätig und glaubt an einen Anschlag auf ihren Bruder. Der Rabbi erhält zudem die Information das sich Immobilienspekulanten für das Haus des Lokal interessiert haben

Nun bekommen die Ermittlungen eine andere Richtung. Silberbaum hört sich in der Gemeinde um, fliegt nach Burkina Faso, bringt sich und die Schwester von Patrice in Lebensgefahr, findet aber endlich eine Spur.

 

Das Buch

 

Der Autor hat keinen literarischen Anspruch, sondern spannend unterhalten. Mit seinen kurzen knappen Sätzen und viel Gefühl für Sprache gelingt ihm dies bestens. Das Setting macht Freude: Der jüdische Rabbi und der Kommissar sind dem Leser sympathisch, weil sie Stärken und Schwächen haben. Das Flair kann nicht besser sein:

Die Großstadt Frankfurt mit seine Bahnhofskneipen, Immobilienspekulanten und die jüdische Gemeinde mittendrin. Und dann noch, hochpolitisch, die Verfolgung von Oppositionellen in Burkina Faso. Bergmann hat wiederum dazu gelernt. Es fehlen die langatmigen, belehrenden Passagen. Die Story ist realistischer und konzentrierter. Jederzeit spannend, kurzweilig und nur leicht überspitzt. Man merkt dem Autor an, dass er Filme produziert hat. Diesen Stoff kann sich besten im Fernsehen vorstellen. Also vorzügliche Unterhaltung für alle die Rabbi-Krimis lieben.

Gegen Ende hat der Autor sogar schon Spuren für die nächste Folge gelegt. Die wir leider nicht mehr erleben dürfen.

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