BND (Bundesnachrichtendienst) ist ein Solitär in der Serienlandschaft. Im Mittelpunkt dieser Serie in der dritten Staffel steht ein Team des Bundesnachrichtendienstes mit den beiden Allround-Spioninnen Anna und Nelly. Die Serie hat mit dem Begründer des BND Gehlen und der Vorgeschichte von Annas Vater bald nach dem zweiten Weltkrieg begonnen und ist inzwischen in der Gegenwart angekommen.
Inhalt
Kourou, Guyana. Der Start der neuen Ariane6-Rakete endete mit einer Katastrophe. Eine Explosion ruiniert die Startrampe, die Rakete und ihre wertvolle Fracht. Es droht das Ende dieser erfolgreichen europäischen Zusammenarbeit, wenn es wiederum technisches Versagen ist. Doch das Team um Anna hat seine Zweifel. War es ein Hack? Der ESA-Sicherheitsdienst schwört, alles gecheckt zu haben. Doch es gibt Staaten, die Ariane liebend gerne am Boden sehen. Und es gibt in den USA finanzstarke Wettbewerber, die vielleicht einen Konkurrenten ausschalten wollen. Jedenfalls macht sich das Team auf nach Kourou, um die Fakten zu prüfen. Ein Teil begibt sich in die Staaten, wo der größte private Wettbewerber gerade dabei ist, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Anna macht sich die Eitelkeit und die Frauenverrücktheit des Milliardärs zu nutze. Sie machen gemeinsam einen Ausflug ins All und Anna setzt ihn unter Druck.
Das Hörspiel
Wie immer nutzt die Reihe reale Gegebenheiten und entwickelt daraus fiktive Hörspiele. Ariane, Kourou und die ESA mit Sitz in Darmstadt kennt der Nachrichtenhörer. Und schnell sind auch die Russen und Elon Musk zu identifizieren. Die Hörspielsituation ist also durchaus denkbar. Das Team tritt in gewohnter Besetzung an, in der jeder seinen eigenen Sprachduktus hat, der auch zotig bis ordinär sein kann. Die Amerikaner müssen dann einen grauenhaften Slang sprechen. Im Übrigen nutzt die Regie sonst nicht die klanglichen Möglichkeiten einer Spielszene in Afrika oder den USA. Keine Musik, kein Geräusch deutet darauf hin, wo der Hörer sich gerade befindet. Das hätte ein wenig Abwechslung in die vielen netten Dialoge gebracht. Da hilft dann auch das Lauschen eines touristischen Raumausfluges wenig. In ihrer inhaltlichen Hilflosigkeit sind den Autoren dann die Gäule durchgebrannt. Eine eigenwillige Umsetzung des Spruches: Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. Musik und Geräusche spielen keine große Rolle, die B-Liga Sprecher arbeiten ihren Auftrag ab.
Fazit
Ein Tiefpunkt der Serie, die offenbar ihren Höhepunkt überschritten hat. Neugierige sollten die Finger und Ohren davon lassen.
Dauer 58 Minuten
Wertung 60 %
Verfügbarkeit auf den gängigen Streaming - Diensten

