Der rührige Media Verlag Holysoft hat bereits 2025 eine eigenständige Krimireihe erarbeitet und auf seiner Plattform vermarktet. Ab Herbst 2026 werden diese Krimis auch sukzessive über die gängigen Streaming-Dienste vermarktet. Die Episoden sind in sich abgeschlossen und von unterschiedlichen Autoren geschrieben. Sie soll verbinden, dass es immer klassischen Whodunit-Krimis sind.
Inhalt
Good old England in den USA: Ein Kammerspiel in einem opulenten Landhaus. Die exzentrische, aber erfolgreiche Opernsängerin Victoria Hamilton lädt zu ihrem 70. Geburtstag ein. Aber es ist kein großes Event, denn nur wenige ausgewählte Gäste dürfen dabei sein. Victoria wurde vor einigen Jahren das Aurora-Diadem gestohlen. Es hat ihr viel bedeutet. Kurz vor ihrem Tode, seit leidet an Krebs, hat sie einen Detektiv beauftragt den Täter zu finden. Es gelang: Es ist einer dieser fünf Gäste! Darunter Angela, ihre stets schlecht behandelte Tochter, ihr EX Adam Coopers und der Pianist Damian Walker.Allle haben beständige Geldnöte. Aber am nächsten Morgen liegt Victoria mit Gift aus einer Spritze ermordet im Bett! Der leicht trottelige Kommissar Grant lässt den Tatort prüfen und beginnt tief in der Vergangenheit aller Beteiligten zu graben. Der Hörer folgt spannend immer neuen Entlarvungen, um am Ende eine unerwartete, dramatische Lösung des Falles zu erleben.
Das Hörspiel
Schön, dass es ein Autor wagt, noch so ein old-school-Hörspiel zu schreiben. Fast ein closed-room Erlebnis mit wenigen Verdächtigen. Die Stimmen sind alle sehr charakteristisch für die jeweiligen Figuren. Der Kommissar Grant erinnert ein wenig an Colombo und der Hörer ahnt schnell, dass da mehr zu erwarten ist. Und wie in den großen Agatha Christie Krimis klärt der Kommissar vor versammelter Runden den Fall. Autor und Regie lassen sich Zeit genug, dass der Hörer sich in die Figuren hineinversetzen kann. Da werden schon Schicksale erzählt, die einen Mord zur Folge haben können. Insgesamt nett und glaubwürdig erzählt, gelegentlich etwas weit hergeholt. Das Beiwerk an Musik und Geräuschen ist eher sparsam genutzt. Leider wird es mit der Zeit dann doch alles etwas langatmig und die Spannung lässt nach. Der Autor hat die Latte vielleicht etwas hoch gehängt, aber dennoch eine beachtliche Höhe erreicht.
Fazit
Als Einstieg unbedingt gelungen. Das Hörspiel macht Lust auf mehr. Luft nach oben bleibt immer.
Dauer ca. 110 Minuten
Wertung 80 %
Verfügbarkeit ARD Sounds

