Nach drei Jahren Pause startet Hermann Media im Sommer 2026 eine neue Staffel, der Reihe Lefèvre & Murphy. Pierre Lefèvre ist ein ruhiger, kluger französischer Berufsdetektiv, der stark an Poirot erinnert. Willow Murphy ist eine lebenslustige Irin, die zufällig an seiner Seite in Kriminalfälle gerät. In den ersten vier Episoden haben sie frotzelnd und cozy Fälle in der ganzen Welt gelöst. Marcus Meisenberg bleibt der Autor, allerdings müssen sich die Hörer an neue Stimmen der beiden Detektive gewöhnen.
Inhalt
Paris in der Gegenwart. Eigentlich will Lefèvre den Charme und die Schönheit der Hauptstadt zeigen. Doch bereits am ersten Tag erhalten sie ein Päckchen mit ungewöhnlich viel Geld und einem Auftrag: Ein Amphibienflugzeug wurde mitten in der Nacht vom Hangar eine Werft entführt: Der Albatros. Dabei haben die Diebe auf Menschleben keine Rücksicht genommen. Der Zugang in die Flugzeughalle wurde nur durch die Chipkarte eines Toten möglich. Das Radar gibt keinerlei Hinweise auf irgendwelche Flüge. Allerdings hat Willow eine gute Idee: Sie googelt nach Beschwerden über Fluglärm in den letzten Tagen und es ergibt sich eine erste Spur. Auch weil Beiden immer irgendwo einen Helfer finden. Je näher sie der Lösung des Falles kommen, umso gefährlicher wird es für sie. Am Ende bringt Willow die Flugsicherung zur Verzweiflung rettet aber mit einer Landung auf der Seine die Detektive und dutzende Menschen.
Das Hörspiel
Das Hörspiel lebt von den Dialogen dieser beiden Detektive, die nicht liiert sind. Nett und frotzelnd nähern sie sich der Lösung. Dabei helfen Kontakte, Zufälle und intensives Mitdenken. Der französische Akzent von Lefèvre ist heftig, Murphy kichert etwas viel. Die Story braucht viel Anlauf. Richtig spannend wird es erst in den letzten 15 Minuten. Bis dahin wird vieles zusammengebastelt, was nicht wirklich zusammenpasst. Aber dafür stimmt die Atmosphäre. Die im übrigen brillant von Musik und Sound unterstützt wird. Ein Flugzeughangar gibt da auch viel her. Mutig, dass der Autor am Ende ein hochpolitisches und sensibles Thema in den Vordergrund rückt.
Fazit
Ein grundsolider cozy-crime, den man sich an einem ruhigen Abend gönnen kann.
Wertung 80 %
Dauer 67 Minuten
Verfügbarkeit Hermann Media oder die Streaming-Dienste

