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| Buchcover |
Tom Hillenbrand ist ein erfolgreiche Krimi-und Scifi-Autor. Seine Krimis aus der Welt des Koches wurden unlängst in ARD Sounds erneut gesendet. Seit einigen Jahren schreibt Krimis in der Scifi-Welt und inzwischen bei einem dritten Buch angekommen. Hologrammatica mit gut 520 Seiten war 2018 sein Einstieg in diese Welt und hat inzwischen die dritte Auflage erreicht. Der Deutschlandfunk Kultur hat dies Buch nun in eine 9-teilige Hörspielserie gepackt.
Inhalt
Wir haben das Jahr 2088 und eine völlig andere Welt. Protagonist dieser Episoden ist Galahad Singh. Sein reicher Vater ist Eigentümer des Alternativ-Unternehmens Avalon. Galahad hat damit nichts im Sinn. Er arbeitet als Quästor, eine Art Privatdetektiv. Dabei wird er von Sid, seiner digitalen Assistentin unterstützt. Galahad bekommt den Auftrag Juliette Perotte zu suchen. Perotte ist eine wichtige IT-Spezialisten in einem der bedeutendsten Unternehmen der Welt. Galahads Spurensuche schickt ihn in durch die ganze Welt und Galaxien. Er hat mit ganz normalen Menschen zu tun, mit digitalen Körpern und Scheinwelten. Diese Menschen können ihren Körper und Gehirne konservieren und bei Bedarf wieder uploaden. Mit jedem Schritt, der Galahad auf eine Spur führt, wird es gefährlicher und komplizierter. Es geht um Konzerne, die die Weltmacht anstreben, aber auch um Menschen, die das bißchen „alte Erde“ noch retten wollen. Dabei kommt es zu High-Tech-Schlachten, aber auch zu heftigen Schlägereien. Wird es am Ende alles gut oder ist es noch nicht das Ende? Jede Episode erhält die Spannung aufrecht.
Das Hörspiel
Wir haben es hier mit Scifi zu tun und der Hörer muss sich etwas in die Welt der Cogits und Quantshineindenken. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte sich die Begriffsliste des Buches kopieren. Im Übrigen ist alles gut verständlich und nachvollziehbar. Die Episoden sind in sich abgeschlossen, haben eine kleine Einführung und meist einen Cliff-Hanger. Kompliment an die Bearbeitung. Galahad ist der Sympathie-Träger, dem nichts Menschliches fremd ist. Z.B. eine Liebesgeschichte mit dem/der Fran. Oder die Flachsereien mit der niedlichen Sid. Galahad ist der klassischen Private Eye, der sich um Aufklärung bemüht und dabei mit der dunkle Seite der Macht in Konflikt gerät. Die Serie erinnert stark an die großen Filmepen mit Guten und Bösen, Starken und Schwachen, Menschen und Medien, große und kleine Familienkonflikte. Alles gerade in der richtigen Mischung kombiniert. Selbstredend tauchen dann beim Hörer die Fragen auf: Wie wollen wir leben, wie gehen wir mit modernsten Technologien um. Trotz der Modernismen ist die Sprache immer gut nachvollziehbar mit wunderschönen Sätzen von hochklassigen Sprechern inszeniert. Galahad kommentiert gelegentlich als Ich-Erzähler. In den späteren Folgen gibt es parallele Handlungen und der Hörer muss aufpassen, nicht den Faden zu verlieren. Musik und Geräuschkulissen ergänzen jeweils die Hörsituation passend, ohne sich in den Vordergrund zu drängen
Fazit
Wer sich auf die Scifi – Welt einlässt, erlebt einen hochklassigen Krimi. Wunderschön geschrieben und gelegentlich witzig.
Dauer 9 Episoden je ca. 45 Minuten
Wertung 90 %
Verfügbarkeit ARD Sounds

