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Die routinierte Autorin Monika Geier legt im Februar 2026 ihren 4. Krimi mit dem Landauer Team um Anima King vor. Anima hatte zuletzt Abwanderungsgelüsten angedeutet. Neugier ist also angesagt.
Inhalt
Für Anima King beginnt der Tag mit einer Enttäuschung. Der Vorstellungstermin in Ludwigshaben beim Team von Fe Ekelberger wird kurzfristig abgesagt. Man werfe ihr Fehlverhalten im Umgang mit Daten vor. Also auf zusammen mit Pirosi in Landau ermitteln: Dort wurde das Trinkwasser gefährlich verunreinigt. Der Brauereibesitzer Alfons Maaß ist erster Verdächtiger. Auf ihrem Gelände steht der alte, anheimelnde Wasserturm und dort laufen alle Leitungen zusammen. Maaß steht unter Druck, die Geschäfte gehen zurück und er denkt daran, an den Großkonzern Multifood zu verkaufen. Seine Tochter ist auf der Gegenseite aktiv: Sie unterstützt die Umweltaktivisten HW100, die sich gegen diesen Verkauf wehren und Wasser nicht privatisieren wollen. Ganz harmlos waren ihre Aktivitäten bisher nicht, daher ist HW100 ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Auch der rechten Szene mit der Influencerin Franka Raischel ist diese Truppe ein Dorn im Auge. Mittendrin der Bürgermeister Kristian Lindefeldt, der auch persönlich von einem Verkauf profitieren könnte. Und dann gibt es noch den Hakenmann: Seit sein Bruder vor vielen Jahren als Kind ertrunken ist, führt er ein Leben ohne Halt und Heimat. Da unerbittlich angelt, hat er von den Kindern den Namen eines Schauermärchens erhalten. Aber statt Fahndungserfolge zu melden, spitzt sich die Situation zu.
Das Hörspiel
Monika Geier ist zweifellos eine routinierte Hörspielautorin. Der Hörer folgt den Hauptfiguren, die ein wenig Privates offenbaren, aber nicht zu viel. Die Figuren sind glaubwürdige Charaktere, die in die Landschaft passen. Norddeutsche Hörer müssen sich schon ein wenig in den Pfälzer Dialekt hineinhören. Viele kurze Spielszenen reihen sich aneinander und der Hörer folgt stets neugierig, ohne je zu ahnen, was nun kommt. Verdächtige gibt es zuhauf. Wir begleiten die Ermittler in eine Brauerei, einen etwas gruseligen Wasserturm oder beim Paddeln in den Altarmen des Rheins. Die reichhaltige, begleitende Musik ist auf Dauer allerdings eher ein Stimmungstöter. Auch das Ambi meint es gelegentlich zu gut: Ein Käuzchen am Rhein, na ja. Aber es gibt auch beeindruckende Mitschnitte der Influencerin.Die Autorin greift gesellschaftlich relevante Themen auf: Verdrängung kleiner Unternehmen durch Konzerne, Verschleudern von Wasserrechten, linke Aktivisten und rechte Influencer, vereinsamte Menschen. Etwas viel für ein knappe Stunde. Weitere Wermutstropfen: Vieles ist extrem weit hergeholt und wenig glaubwürdig. Da wäre weniger mehr gewesen.
Fazit
Trotz Kritik ein guter, hörenswerter Tatort mit viel Lokalkolorit und wohlwollendem Blick auf die Menschen der Region,
Dauer ca. 55 Minuten
Verfügbarkeit
ARD Audiothek

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