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Seit guten sieben Jahren beglückt Sven Stricker als Autor und Regisseur die Hörer mit den Sörensen-Krimis. Kongenial besetzt mit Bjarne Mädel. Im Frühjahr 2026 erscheint nun das Werk „Sörensen geht aufs Haus“ multimedial als Buch, Hörbuch und eben beim Deutschlandfunk als Hörspiel. Das Buch wurde im Feb. 2026 veröffentlicht und umfasst mehr als 500 Seiten. Den von einer Angststörung geplagten Sörensen hat es ins norddeutsche Katenbüll verschlagen. Gemeinsam mit der Kollegin Jennifer hat er aber die die Unterwelt und seine Welt im Griff. Die große Fangemeinde hat schon lange auf einen neuen Aufschlag gewartet.
Inhalt
Schiefel hat ein Problem. In seinem Garten wurden menschliche Leichenteile in einem Maulwurfsloch gefunden. Die Täter waren schnell gefunden. Die ältlichen Nachbarn wollten ihm und seiner Familie eins auswischen. Aber wieso die Leichenknochen? Die hatten sie mit einem anonymen Schreiben zugesandt bekommen. Mit klaren Anweisungen. Stammen die Teile von einem jungen Mädchen, dass vor ein paar Jahren nach einer Fete verschwunden ist? Aber Schiefel hat noch mehr Probleme. Gemeinsam mit seinem Bruder will er eine Software zum Laufen bringen, um endlich den Durchbruch schaffen. Unter diesem Druck leidet auch seine Familie. Kann Sörensen ihm helfen? Zur Schulzeit waren sie dicke Freunde, haben sich dann aber aus den Augen verloren. Doch Sörensen, der genug Probleme mit seinem pflegebedürftigen Vater hat, ermittelt wie immer „neutral“, noch unterstützt von Jennifer, die überlegt abzuspringen. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Schiefels Bruder stürzt tödlich vors Bahngleis und bei der verschwundenen Teenagerin wurde schlampig ermittelt. Und wieso gab es zur Tatzeit noch eine weitere Vermisste, eine alte Frau?
Das Hörspiel
Der Serienfreund findet alles Vertraute wieder. Sörensen, angstgeplagt und hilflos mit seinem pflegedürftigen Vater; Jennifer und das ständig frotzelnde Team. Der Text ist punktgenau auf die Talente von Bjarne Mädel zugeschnitten. Sörensen begleitet die Handlung immer wieder in der Ich-Form. Die Musik begleitet mit wenigen wechselnden Akkorden die unterschiedlichen Charaktere und Geschehnisse. Bei Stricker geht es ja nie allein darum, einen Täter zu finden. Das Hörspiel ist eher eine Wanderung durch Lebensschicksale, Ängste, Rache und vieles mehr, die dann doch noch zu einem spannenden Krimi werden. Es ist aber sicher das düsterste Hörspiel in dieser Reihe. Sörensen löst den Fall, weil er (wirklich bildlich) seine Ängste überwindet und aufs Dach steigt. Nur von weit oben kann man alles sehen.
Gelegentlich ist es Zuviel des Guten, da hätte sich der Autor den einen oder anderen Schlenker sparen können. Ähnlich ist es mit Bjarne Mädel. Sörensen entwickelt sich weiter, aber es ist immer die gleiche Mädel-Intonation, die nach zwei Stunden dann nervt.
Fazit
Trotz kleiner Schwächen wiederum 1. Liga, tolle Textvorlage, gelungene Inszenierung und lohnenswert nicht nur für Sörensen-Fans.
Dauer ca. 110 Min
Wertung 80 %
Verfügbarkeit ARD Sounds

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