Zur Geschichte
Bis zum Jubiläum sind fast tausend dieser ironischen Kurzkrimis erschienen und es werden immer noch jährlich ca. 20 Episoden neu produziert. Begonnen hat es mit der Bearbeitung von Klassikern des Schwarzen Humors: Slesar, Dahl, Bierce. Selbst Agatha Christie hat es in diese Reihe geschafft. Allerdings gab es auch Rückschläge. 1989 wurde die Sendung ausgesetzt, allerdings durch massiven Hörerprotest 2002 wieder aufgenommen. Die Texte stammen vornehmlich von Schweizer Autoren, aber auch namhafte Krimiautoren oder absolute Neulinge sind vertreten. So ganz nebenbei sind diese kleinen Werke auch der beste Einstieg für Regie-Neulinge.
Die Erfolgsfaktoren
Die in sich abgeschlossenen Texte sind immer eine Mischung aus Krimi und Grusel, verknüpft mit Ironie und schwarzem Humor. Schnell wird Spannung aufgebaut, die dann zu einem überraschenden Ende führt. Seit dem Entstehen gibt es die Sendung beim SRF jeweils montags um 23.04 Uhr zu hören. Nur dadurch hat sich die große Anzahl von Stammhörer entwickelt. Regie und hochklassige Sprecher bleiben so lange wie möglich gleich. Es gibt fast ausschließlich Dialoge und sparsame Geräusche, die schon mal die Welt verändern können. Kult ist die schaurig-schöne Titelmelodie, die jeder Schweizer kennt. Sie basiert auf dem Wiegenlied von Brahms und klingt in der Verzerrung durch Säge und Elektronik richtig schön schräg.
Verfügbarkeit
Bis heute wird die Sendung jeden Montag zur Gespensterzeit gesendet und steht als Download beim Sender zur Verfügung. Aktuell als Mischung von alten und neuen Produktionen. Eine beachtliche Zahl älterer Sendungen kann ebenfalls nachgehört werden. Einige ausgewählte Preziosen wurden auch auf, allerdings sehr teure, CD gepresst.
Fazit
Wer Krimi, Grusel und Ironie liebt, wird Stammhörer. Der SRF hat schon vor der Erfindung der Podcasts bewiesen, wie man Hörer bindet: Überzeugendes Konzept, hohe Qualität der Bearbeitung, erstklassige Sprecher und eingängige Titelmelodie.
Wertung 90 %
Dauer jeweils zwischen 6 und 12 Minuten
Verfügbarkeit
Beim SRF Montags um 23.04 Uhr oder als Download




