Die Reihe um den etwas abgehalfterten Berliner Privatdetektiv Piefke ist nun seit 2020 bei der Folge 18 angekommen. Inhalt und Qualität schwankten im Laufe der Jahre. Aber der Charme der Berliner Großstadt aus den 1920-er Jahren kombiniert mit etwas Geschichtsvermittlung und schwurbelnden Geheimbünden hat offenbar seine Stammhörer gefunden. Mit gut 30.000+ Zugriffen bei Spotify hat Piefke einen festen Stand. Piefke ermittelt nicht allein, sondern wird von einer energischen Journalistin unterstützt. Jede neue Folge nimmt den gesponnenen Faden mit neuen Ideen und Szenen auf.
Inhalt
Berlin, Anfang 1919. Frauen durften erstmals bei der Wahl zur Nationalversammlung mitwählen. Am frühen Morgen bekommt Piefke Besuch von Prof. Lauterbach. Der berichtet von einer gewaltigen Explosion in seinem Laborgebäude. Muß allerdings gestehen, dass dort illegale Forschungen im Auftrag der „Bruderschaft“ durchgeführt wurden. Man wollte den Supermenschen züchten! Er selbst streitet jede Mitwirkung ab, sondern behauptet, das Schlimmste verhüten zu wollen. Piefke weiß nicht, ob er ihm glauben darf und entscheidet gemeinsam mit Lena Reiser, der Journalistin, zu ermitteln. Dem Berliner Polizeichef trauen sie nicht über den Weg. Er ist über die Bruderschaft an seinen Job gekommen. Schnell merken sie, dass ein hochangesehener, untadeliger Politiker in Lebensgefahr schwebt? Können sie ihn nach einer turbulenten Taxifahrt noch retten?
Das Hörspiel
Das Setting der Serie ist konstant geblieben. Piefke ermittelt, inzwischen mit einer neuen Journalistin. Die „Bruderschaft“ stellt eine ständige Gefahr dar und wird immer stärker. Sie durchdringt inzwischen Politik und Behörden. Immer wieder gibt es Einblendungen zum realen geschichtlichen Hintergrund. Ein Erzähler führt durch die eher ruhig gestaltete Handlung. Piefke ist nicht der systematische, abenteuerliche Ermittler, seine Stärke ist das Spüren von Gefahren und das vertrauensvolle Gespräch. Spielorte, Hintergrundmusik und der leichte Berliner Akzent vermitteln ein authentisches, wenngleich ernüchterndes Bild, der 1920-er Jahre in Berlin. Die Sprecher klingen leider sehr gestelzt und wenig lebensecht.
Fazit
Eher etwas für Stammhörer. Wenig wirkliche Spannung, durchaus zum Entspannen geeignet.
Wertung 70 %
Dauer 50 Minuten
Verfügbarkeit auf den gängigen Streaming - Diensten

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